DFS-Habicht - Das Original  
         
  Der Habicht ist 1936 von Dipl. Ing. Hans Jacobs bei der Deutschen Forschungsanstalt für Segelflug in Darmstadt entworfen worden und war ein speziell für den Kunstflug vorgesehenes Segelflugzeug mit einer Spannweite von 13,60 m. Das Flugzeug hatte im gleichen Jahr seinen Erstflug und wurde während der Eröffnungsfeier der Olympiade von einem Piloten mit einer spektakulären Landung im Berliner Olympiastadion zu Boden gebracht. Es gab verschiedene Varianten des Habichts. Erwähnenswert sind die Versionen dieses Flugzeuges mit Stummelflügel ("Stummel-Habicht") mit minimal 6 m Spannweite, die im Sturzflug Geschwindigkeiten bis zu 420 km/h erreichten und im zweiten Weltkrieg als Trainingsvorstufe für zukünftige Piloten des Raketen-getriebenen Jagdflugzeuges Me 163 (und auch der Heinkel He 162) dienten. Der Habicht war das erste "echte" Segelkunstflugzeug und war für sämtliche im Segelkunstflug möglichen Kunstflugfiguren zugelassen. Der Habicht machte sich schnell einen guten Namen als exzellentes Segelkunstflugzeug und wurde z.B. von Marcel Doret auf der Segelflugweltmeisterschaft 1939 geflogen. Es dauerte 17 Jahre, bis der Habicht in der Nachkriegszeit durch die modernere LO-100 "Zwergreiher" abgelöst wurde. Es gibt heute wieder einen Habicht, der allerdings in mühsamer Recherche und Werkstattarbeit komplett neu gebaut wurde und im Deutschen Segelflugmuseum mit Modellflug auf der Wasserkuppe zu bewundern ist (http://www.segelflugmuseum.de). Dieser Habicht hat wie das vorliegende Modell die Kennung D-8002. Wer mehr über den Habicht als Segelflugzeug wissen möchte und beim Anblick von Original Segelflugzeugen in Holzbauweise ins Schwärmen gerät, dem sei das Buch "Oldtimer-Segelfugzeuge" von Jochen Ewald, Rainer Niedree und Peter F. Selinger empfohlen, das im Aviatic Verlag (http://www.aviatic.de) erschienen ist (ISBN: 3-925505-58-X). Eine weitere Quelle sind die beim Modellsport Verlag in Baden-Baden erschienenen FLUGZEUGTYPEN Bände. Der DFS Habicht (E-1) ist im "Band 1 Segelflugzeuge" mit detailgetreuen Zeichnungen und Dreiseitenansichten dokumentiert (ISBN: 3-923142-00-5). Inzwischen gibt es noch eine weitere Replik des Habicht, diesmal mit roten Streifen, welche von der Familie Zahn gebaut wurde und über die in zahlreichen Medien berichtet wird, u.a. AERO-top 6 Video/DVD (Modellsportverlag) und Airmix Video/DVD 2/03 (http://www.airmix.de). Es gibt sogar eine Webseite über den Habicht E der Familie Zahn: http://www.dfs-habicht.de. Die Webseite ist noch im Entstehen begriffen. Im FMT-Heft 4/03 gibt es eine Scale Dokumentation von Ian Tunstall über den DFS "Habicht" (S. 34). Im Modell-Heft 3/02 gibt es einen Artikel "Full Scale" - über den Bau eines original DFS-Habicht (S. 80). Wer noch ältere FMT Jahrgänge aufbewahrt, dem sei die Scale Dokumentation über den Habicht auf der Wasserkuppe im FMT-Heft 01/95 (S. 95) empfohlen. Interessant ist hierbei, dass es in Deutschland für den Nachbau keine Pläne gab. In England fand man einige Zeichnungen auf Mikrofilmen. Ein kompletter Zeichnungssatz wurde dann in der Türkei gefunden, wo der Habicht von 1940-49 von der türkischen Luftfahrtsliga Türk Hava Kurumu (THK) unter der Typenbezeichnung THK-3 in Lizenz gebaut wurde.  
         
         
  Das Modell